Leitvers
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Jesus nahm die fünf Brote und zwei Fische,
dankte Gott und ließ sie an die Menge verteilen – und alle wurden satt (vgl. Markus 6,41; Johannes 6,11).
Der Vers, den Jesus zu seinen Jüngern spricht, lautet: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ und ist sowohl wörtlich als auch geistlich zu verstehen.
Der Auftrag, anderen Gutes zu tun, gilt auf allen Ebenen – auch dem seelisch-geistigen Hunger.
Der Ruf
„Gebt ihr ihnen zu essen!“ – Ein Ruf, der Herzen bewegt. (Markus 6,37)
Diese Worte Jesu an seine Jünger sind mehr als eine organisatorische Anweisung für ein hungriges Volk. Es ist ein Ruf – ein geistlicher Auftrag, der bis heute in unsere Herzen hineinspricht. Er meint: Lasst euch bewegen vom Mangel anderer. Werdet selbst Teil der Antwort Gottes auf die Not dieser Welt.
Gestern hörte ich diesen Vers in einer Predigt, die in Verbindung mit der Aktion Weihnachten im Schuhkarton steht. Da füllen Menschen kleine Schachteln mit einfachen Gaben – und sie bringen damit Hoffnung in Kinderherzen, irgendwo in einer ganz anderen Welt. Es sind keine großen Dinge, oft nur das, was man zu Hause hat oder günstig kaufen kann. Und doch – es verändert Leben.
In diesem Moment traf mich eine Erkenntnis wie ein leiser, aber kraftvoller Ruf: Auch wenn ich nur wenig habe – Gott kann es groß machen.
Die fünf Brote und zwei Fische waren nicht genug für Tausende. Und doch reichte es. Warum? Weil sie gegeben wurden. Weil jemand bereit war, das Wenige in die Hände Jesu zu legen. Und ER tat das Wunder.
So ist es auch mit unseren Gaben. Vielleicht denkst du: „Was kann ich schon tun?“ – „Was bringt mein kleiner Beitrag?“ Aber im Reich Gottes zählt nicht die Größe deiner Gabe, sondern die Größe dessen, dem du sie gibst.
Dieser Ruf hat eine tiefe seelische Dimension: Wir sind nicht nur berufen, Hungernde zu speisen – sondern auch seelisch Verlorene, Einsame, Verzweifelte. Ein gutes Wort, ein offenes Ohr, ein stilles Gebet – auch das sind Gaben, die satt machen können. Denn viele Menschen hungern nicht nur nach Brot, sondern nach Liebe, nach Hoffnung, nach Sinn.
Meine Berufung ist es, zu geben. Nicht aus Überfluss, sondern aus Vertrauen. Nicht, weil ich viel habe, sondern weil ich glaube, dass Gott mein Weniges segnen kann.
Vielleicht ist das auch dein Ruf?
Dann gib, was du hast. Leg es in Jesu Hände. Und staune, was Er daraus macht.